Sie sind hier: Startseite » Wissenwertes

Wenn Sie sich ein Kaninchen als Hausfreund zu legen wollen, dann lesen Sie erst Überraschungsgeschenk


Text// Überraschungsgeschenk- Kaufen Sie beim Züchter

Quelle ZDRK

Quelle ZDRK

Für den Züchter ist es wichtig zu wissen, daß die Nagezähne immer wachsen. Bei den wildlebenden Nagetieren schleifen sie sich durch den natürlichen Gebrauch ab. Geben wir dem Hauskaninchen nicht die Möglichkeit, Zweige und Äste abzuschälen und ihre Nagezähne abzunutzen, so nagen sie instinktiv an allen Holzteilen des Käfigs. Sie verhindern so, daß ihre Nagezähne zu lang werden, wodurch das Schließen der Mundhöhle erschwert oder gar verhindert würde. Auf diese Weise bleiben die Zähne des Kaninchens in der physiologisch richtigen Größe. Das „Beknabbern" des Holzkäfigs ist somit die Folge einer ungenügenden Pflege.
Das Wachstum von Nagezähnen, die sich nicht abschleifen, kann man beobachten, wenn der Unterkiefer im Verhältnis zum Oberkiefer zu kurz oder zu lang ist. Es handelt sich dann um eine Mißbildung. Die Nagezähne können sich nicht abschleifen und wachsen infolgedessen sehr lang aus. Sie stoßen gegen die Weichteile der Oberkiefer und werden hierdurch von ihrer Wachstumsrichtung abgebogen. Sie werden „krumm" und stellen dennoch ein schmerzhaftes Hindernis dar, das sich immer mehr verstärkt, die Nahrungsaufnahme einengt und zu Abmagerung führt. Es ist sinnlos, den bedauernswerten Tieren die Nagezähne kürzen zu lassen, weil die Ursache, der verkürzte Kiefer, nicht beseitigt werden kann. Man trenne sich schnell von diesen mißgebildeten Kaninchen (Abb. 13).

Es ist nicht ausgeschlossen, daß dieses Leiden vererbt werden kann. Zwar ist in meiner Zucht der zu kurze Unterkiefer innerhalb eines Stammes äußert selten auf¬getreten. daß kann jedoch eine Folge der Auslese sein, denn solche Jungtiere werden stets ausgemerzt.

Ein Buch zur Unterstützung für den Kaninchen-Freund.

Für Züchter in Vereinen